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Ulrike Reininghaus

Großfamilie Mautner Markhof im Zeitungs- und Zeitschriftenarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek

20. März 2024/in Familienchronik /von Ulrike Reininghaus

Wer suchet, der findet…

Über einen Social Media-Link zum Thema Ahnenforschung landete ich kürzlich im Anno, dem Online Zeitungs- und Zeitschriftenarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek. Interessehalber gab ich in die Suchmaske die Namen Mautner Markhof und Reininghaus ein – nicht ahnend, wie viele Dokumente mir entgegenspringen würden. Meiner Neugier geschuldet, darüber, was die Presse in den Jahrzehnten vor und nach der Jahrhundertwende über die Familie veröffentlicht hatte (und was davon schon digitalisiert worden war), durchforstete ich sämtliche Dateien nach den relevantesten Inhalten.

Selektiert habe ich dann 181 Treffer: Artikel, Schlagzeilen, Anzeigen und „Salon“-News zu Personen und Ereignissen, die beim passenden Thema auf dieser Webseite bereits dokumentiert wurden. So fanden Berichte über Firmenjubiläen, Geburtstage, Hochzeiten, Ehrungen, Vereinsfeiern, Empfänge, Sportevents, Geschäfts- und Familienreisen, Sanatoriums- und „Cur“-Aufenthalte, Bälle, Wohltätigkeitsveranstaltungen aber auch Gerichtsprozesse, Todesfälle und Familiendramen ihren Weg aus der Versenkung zurück.

Dateienliste Österr. Nationalbibliothek (blau Mautner Markhof, rot Reininghaus).

Dateienliste Österr. Nationalbibliothek (blau Mautner Markhof, rot Reininghaus).

Dateienliste Österr. Nationalbibliothek (blau Mautner Markhof, rot Reininghaus).

Dateienliste Österr. Nationalbibliothek (blau Mautner Markhof, rot Reininghaus).

Die damaligen Schreiber und Journalisten hatten bei der Größe der Familie wohl häufig Mühe, die Verwandtschaftsverhältnisse korrekt darzustellen – ihnen fehlte natürlich der wunderbare Stammbaum, der auf dieser Webseite unter Genealogie zu finden ist (danke, lieber Viktor!).

Und wer weitere Schlagzeilen in Erinnerung hat bzw. seinem eigenen Familiennamen nachgehen möchte, der wird in den Dateien und Datenbanken der Nationalbibliothek garantiert fündig werden.

Haftung, Nutzung und Zitierung Anno/Österr. Nationalbibliothek

Beispiele aus dem Anno der Nationalbibliothek

Elite-Festball Familie Reininghaus, Tagespost Abendblatt, Graz, 12. Februar 1877, S. 1-2, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Nachruf Julie Marcelline Mautner v. Markhof, Neuigkeits-Welt Blatt, 22. April 1887, S. 3, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Fritz Reininghaus, Sohn von Julius Reininghaus, Ballonfahrt, Vorarlberger Volksblatt, 17. Juni 1888, S. 1, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Fahnenweihe Donaufelder Sängerbund, Martha und Theodor I. Mautner v. Markhof, Floridsdorfer Zeitung, 22. August 1896, S. 2-4, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Verschiebung der Hochzeit von Gerty Keil (Enkelin von Johann Peter v. Reininghau), und Karl v. Rokitansky aufgrund des Todes von Adolf Ignaz Mautner v. Markhof, Gambrinus, 15. September 1903, S. 7, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Edith von Haynau, Enkelin von Carl Ferdinand Mautner v. Markhof, Wiener Salonblatt, 2. Februar 1907, S. 7, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Adolf Ignaz und Marcelline Mautner v. Markhof, Stiftungen für Waisen, Floridsdorfer Zeitung, 19. Oktober 1907, S. 3, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Hochzeit Luise v. Hebra (Enkelin von Johann Peter v. Reininghaus) und August Urbanski v. Ostrymiecz, Sport & Salon, 24. Oktober 1908, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Unfalltod Edmund v. Cnobloch (Schwiegersohn von Johann Peter v. Reininghaus) Kärntner Zeitung, 28. Mai 1914, S. 4, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Unfalltod Edmund v. Cnobloch (Schwiegersohn von Johann Peter v. Reininghaus), Oesterreichische Morgenzeitung und Handelsblatt, 28. Mai 1914, S. 2, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek.png

Fritz Reininghaus, Sohn von Julius Reininghaus, Beschwerde gegen Ministerium, Die Neue Zeitung, 11. Dezember 1914, S. 4, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Hochzeit Emma v. Reininghaus, Tochter von Hans v. Reininghaus, und Franz Josef v. Mayer-Gunthof, Wiener Salonblatt, 11. Juni 1921, S. 7, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Verlobung Gertrud Mautner v. Markhof, (Tochter von Theodor I.) mit Egon Corti alle Catene, Wiener Salonblatt, 12. Mai 1923, S. 10, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Nachruf Eduard Keil v. Bündten (Schwiegersohn von Johann Peter v. Reininghaus und Vizepräsident Brüder Reininghaus) 6-Uhr-Blatt, Graz, 29. März 1926, S. 4, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Nachruf Eduard Keil v. Bündten (Schwiegersohn von Johann Peter v. Reininghaus) und Vizepräsident Brauerei Reininghaus, Freie Stimmen, 1. April 1926, S. 2, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Hochstapler betrügt Friederike Mautner v. Markhof (Schwiegertochter von August) in Absam, Innsbrucker Nachrichten, 16. September 1926, S. 6-7, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Todesopfer bei Fußballspiel mit Mautner-Markhof-Mannschaft, Die Stunde, 19. Juli 1933, S. 4, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Marylin Mautner v. Markhof, 2. Ehefrau von Georg III. (Buwa), Wiener Salonblatt, 15. Mai 1938, S. 11, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Ulrike Reininghaus

Trauungsregister / Sterberegister der Familien Mautner von Markhof, von Reininghaus, Willner, von Waechter, von Oppolzer und Mittag von Lenkheym

9. März 2024/in Familienchronik /von Ulrike Reininghaus

Was Kirchenbücher offenbaren

Im Rahmen meiner „Dauerrecherche“ für diese Webseite konnte ich die Nachrufe und Parten aus dem Zeitungsarchiv der ÖNB mit Details zu den Einsegnungen endlich für eine gezielte Suche nach Sterbeeinträgen bei Matricula Online nutzen. Als ehemalige Krankenschwester hatte ich außerdem schon immer eine berufsbedingte Neugier was Todesursachen betrifft. Mit der Ortsinformation „Dom- und Metropolkirche zum Heiligen Stefan“ aus dem Nachruf des Wiener Salonblatts für Adolf Ignaz Mautner v. Markhof war es dann nicht mehr weit zu seinem Kirchenbuch-Sterbeeintrag, inklusive der Todesursache „Herzlähmung“. Allerdings musste ich meine Kenntnisse im Entziffern der häufig fast unleserlichen Kurrent und Sütterlin Handschriften erheblich auffrischen. Und so hangelte ich mich weiter durch die digitalisierte Vergangenheit, von seinem Eintrag zu dem seiner Ehefrau, weiter zu deren Kindern sowie zu den Taufen, Trauungen und Sterbeeinträgen vieler weiterer Familienmitglieder. Es fanden sich auch Einträge von Kindern, die leider schon vor dem ersten Lebensjahr verstorben waren, deren Namen bislang aber nicht offiziell dokumentiert wurden.

Und nur wer auch schon einmal so eine umfangreiche Online-Recherche durchgeführt hat, kann nachvollziehen, welche Euphorie sich bei mir beim Durchforsten der vergilbten Kirchenbücher einstellte, wenn ich um 2 Uhr morgens die Namen Mautner Markhof, Reininghaus, Willner, Waechter, Oppolzer, Lenkheym oder die ihrer Angetrauten und Kinder fand. Oder als ich nach langem Rätseln den Beruf eines Bräutigams als „k. u. k. Auskultant und Reserve Cadet-Wachtmeister“ und die der Trauzeugen als „Seiner Majestät wirklicher Geheimer Rath und Sectionschef“ oder „Hof- und Ministerialsecretärs-Gattin“ entziffern konnte.

Interessant sind außerdem die kleinen Infos und später eingefügten Anmerkungen, die viele dieser Matrikelverzeichnisse enthalten –  Adressen, Konfessionen, Erläuterungen zu Adelsprädikaten und Namensführungen, Kirchenaustritte, Originalunterschriften von Paten und „Beiständen“, Testamentshinterlegungen, Berufsbezeichnungen, Großjährigkeitserklärungen für minderjährige Bräute, die Auswahl der Babynamen anhand der Paten etc.

Interessant dabei vor allem die teilweise großen Altersunterschiede bei Brautpaaren, Kirchenwiedereintritte, Scheidungen, Suizide als Todesursachen, oder so tragische Fälle wie der Meningitis-Tod der neunjährigen Hildegard v. Oppolzer, der ersten Tochter von Cölestine Mautner v. Markhof, obwohl ihr Vater Theodor Medizinalprofessor war.

Einige Beispiele:

  • Johann Peter Reininghaus durfte als Protestant zwar Therese Mautner heiraten, musste sich als „akatholischer Bräutigam“ aber verpflichten, die zukünftigen Kinder „christkatholisch“ zu erziehen.
  • Therese wiederum war bei der Hochzeit erst 18 Jahre alt, sodass ihr Vater Adolf Ignaz sein Einverständnis geben musste.
  • Auch Martha Eisl brauchte trotz ihrer fast 21 Jahre die Bewilligung von ihrem Bahngeneraldirektor-Vater Reinhold zur Heirat ihres Theodors.
  • Bei der 19-jährigen Emy v. Reininghaus dagegen brauchte es kein männliches Okay. Obwohl schon 18 Jahre tot, stand ihr Vater Gustav I. noch als „Fabrikant“ in der Rubrik Brauteltern – die Meinung der Mütter war damals wohl nicht gefragt.
  • Im Trauungseintrag von Georg I. Heinrich Mautner v. Markhof und seiner Braut von 1864 wurde dagegen explizit darauf hingewiesen, dass beide Väter plus Gattinnen „am Leben“ waren.

Bei den Originalunterschriften der Familienmitglieder, die als Trauzeugen und Taufpaten oft persönlich im Kirchenbuch unterschreiben mussten, sollte man genauer hinsehen. Während Carl Ferdinand Mautner v. Markhof beispielsweise seinen Namen immer in einem Rutsch als „CarlFerdMautner Ritterv.Markhof“ hinterließ, unterschrieb Emilie Reininghaus mit dünner Feder, aber schwungvoll und fügte nicht nur ihren Geburtsnamen Mautner dazu, sondern auch den Vermerk „Witwe des Julius Reininghaus“.

Besonders zwischen den Familien Mautner und Reininghaus gab es für die vielen neugeborenen Kinder einen regen Austausch an Patenonkeln und -tanten, woraus eine Häufigkeit bestimmter Namen resultierte, teilweise als Zweit- oder Drittnennung. Die zuständigen Kirchenpersonen machten bei den Eintragungen jedoch gerne mal kleine Fehler – am häufigsten schrieben sie Karl statt Carl und Viktor statt Victor. Die Adelstitel wurden oft nachträglich ergänzt, inklusive umfassender Erläuterungen zur Verleihung der Adelsprädikate an die jeweiligen Väter oder Großväter.

Soweit als Anmerkungen in den Taufeinträgen verzeichnet, gab es damals schon Austritte aus der katholischen Kirche: Carl Reininghaus, Hans v. Reininghaus und Georg II. Anton Mautner v. Markhof, gefolgt von seinen Söhnen Georg III. und Gustav I. Mautner v. Markhof. Georg III. (Buwa) trat ein halbes Jahr vor seiner zweiten Ehe 1937 wieder ein, während Hans v. Reininghaus 1945 zum dritten Mal standesamtlich heiratete, in Graz.

Das Schicksal früh verstorbener Kinder traf leider viele Eltern, darunter gleich beide Reininghaus-Brüder. Johann Peter und Therese bekamen 1861 zwischen den Zwillingen Emma/Martha und Sohn Hugo noch eine Tochter namens Margaretha, die mit 9 Monaten an Meningitis starb, während Julius und Emilie Reininghaus den Tod ihres nur 5 Monate alten dritten Kindes durch „Atemlähmung“ verkraften mussten. Ein Jahr später kam Sohn Fritz auf die Welt. Man findet die Inschriften „Unser liebes Gretchen“ und „Unsere liebe kleine Gabriele“ im Kapellenbau „Familie Reininghaus“ auf dem Grazer Friedhof St. Peter. Auch Carl Ferdinand Mautner v. Markhof und seine zweite Frau Editha waren betroffen – ihr erstes Kind kam 1875 „totgeboren“ auf die Welt. In der damaligen Zeit für Carl Ferdinand wahrscheinlich umso tragischer, weil es ein Sohn war. Hatte er doch aus seiner ersten Ehe 6 Töchter und bislang mit Victor „nur“ einen männlichen Nachkommen und bekam danach mit Editha 3 weitere Töchter. August Mautner v. Markhofs erster Sohn überlebte übrigens nur 4 Wochen.

So abenteuerlich Todesursachen wie „Hirnschlagfluss“ oder „Zungenentartung“ auch klingen mögen, machen sie einen eher nachdenklich bis traurig, wenn man bedenkt, dass die „Zuckerharnruhr“ von Georg I. Heinrich Mautner v. Markhof nichts anderes war als Diabetes und ihm heute wohl ein bisschen Insulin und ein paar Ernährungstipps geholfen hätten älter als 63 Jahre zu werden. Für andere Vorfahren kamen dagegen Antibiotika, Chemotherapie, Blutdrucksenker und Betablocker zu spät. So kollabierte Helene, die Witwe von Victor Mautner v. Markhof, mit 59 Jahren filmreif im Foyer des Wiener Opernkinos und starb noch vor Ort, was laut Sterbeeintrag durch „Herzfleischentartung/Herzklappenfehler“ verursacht worden sein soll. Leider gab es auch diverse Suizide, darunter den Fenstersturz von August Mautner v. Markhof im Alter von nur 40 Jahren, im Sterbebuch bekanntermaßen als „Hirnlähmung“ getarnt, während man bei seinem Bruder Carl Ferdinand schonungslos „Selbstmord durch Erschießen“ eintrug. Die gleiche Art zu sterben wählte auch der junge Oskar, Ludwig Mautner v. Markhofs zweiter Sohn aus dritter Ehe. Tragischer Weise erschoss dieser sich mit 14 Jahren, ausgerechnet „am öffentlichen Klosett“ am Graben, der laut wien.info „ersten und mit Abstand schönsten im Jugendstil errichteten unterirdischen Bedürfnisanstalt der Stadt“. Sein alter Vater starb ein Jahr später mit 82 Jahren, ganz unspektakulär an „Gefäßverkalkung“. Was Julius Reininghaus betrifft, konnte ich seine wohl gut gehütete Todesursache im evangelischen „Todtenbuch“ des Jahres 1862 entdecken, nämlich Typhus. Auch sein Bruder Johann Peter steht im Evangelischen Sterbebuch Graz-Linkes Murufer, allerdings 39 Jahre später und mit dem unspektakulären Hinweis „Altersschwäche“.

Ich hoffe und wünsche mir, dass weltweit möglichst viele Mautner-Markhof-Nachkommen, die auf diese Webseite gelangen, sich für die – vorerst – 201 Kirchenbucheinträge ihrer Vorfahren interessieren. Denn auch dadurch können wir diese besser kennenlernen und ihr Vermächtnis bleibt bestehen. Und weil die Digitalisierung fortschreitet: Fortsetzung folgt.

Trauungsregister der Familien Mautner von Markhof, von Reininghaus, Willner, von Waechter, von Oppolzer und Mittag von Lenkheym

Linie 1, Therese Mautner und Johann Peter v. Reininghaus

1859–1933

1859 Trauungsregister Johann Peter v. Reininghaus u. Therese Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1873 Trauungsregister Ludovika v. Reininghaus u. Moriz Piffl, Thal, Transkr. U. Reininghaus

1877 Trauungsregister Adele v. Reininghaus u. J. v. Hebra, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1879 Trauungsregister Emma v. Reininghaus u. Eduard Keil v. Bündten, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1880 Trauungsregister Gustav I. v. Reininghaus u. Maria Eisl, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1880 Trauungsregister Martha v. Reininghaus u. Adolf v. Odelga, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1887 Trauungsregister Hugo v. Reininghaus u. Paula v. Jansekowitsch, Thal, Transkr. U. Reininghaus

1887 Trauungsregister Maria v. Reininghaus u. Ignaz Schwarz, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1892 Trauungsregister Elisabeth v. Reininghaus u. Edmund v. Cnobloch, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1896 Trauungsregister Hans v. Reininghaus u. Virginia Agujari, Thal, Transkr. U. Reininghaus

1899 Trauungsregister Friederike v. Reininghaus u. H. Künigl zu Ehrenburg u. Warth, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1900 Trauungsregister Susanna v. Hebra u. Erich Viditz, Thal, Transkr. U. Reininghaus

1901 Trauungsregister Agathe v. Oppolzer u. Carl v. Distler, Baden, Transkr. U. Reininghaus

1903 Trauungsregister Gertrude Keil u. K. v. Rokitansky, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1906 Trauungsregister Gustav Piffl u. Adolfine Percevic, Thal, Transkr. U. Reininghaus

1907 Trauungsregister Gustav II. v. Reininghaus u. Ilse Engelmann, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1908 Trauungsregister Ludovika v. Hebra u. August Urbanski v. Ostrymiecz, Graz

1918 Trauungsregister Martha Keil v. Bündten u. Rudolf Tupay v. Isertingen, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1918 Trauungsregister Theresia v. Reininghaus u. Franz v. Velikipriloh, Thal, Transkr. U. Reininghaus

1920 Trauungsregister Johanna v. Reininghaus u. Viktor v. Haynau, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1920 Trauungsregister Peter v. Reininghaus u. Anna Widmann-Sedlnitzk, Iglau, Transkr. U. Reininghaus

1921 Trauungsregister Emma v. Reininghaus u. Franz. Mayer-Gunthof, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1933 Trauungsregister Kurt Reininghaus u. Bettine Springer, Reidling, Transkr. U. Reininghaus

Linie 2, Carl Ferdinand Mautner v. Markhof und 1. Johanna Kleinoscheg, 2. Editha Sunstenau

1863–1922

1863 Trauungsregister Carl Ferdinand Mautner v. Markhof u. Johanna Kleinoscheg, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1874 Trauungsregister Carl Ferdinand Mautner v. Markhof u. Editha v. Sunstenau, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1887 Trauungsregister Elisabeth Mautner u. Karl Dittl v. Wehrberg, Rodaun, Transkr. U. Reininghaus

1895 Trauungsregister Dorothea Mautner u. Joseph Engelhart, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1905 Trauungsregister Editha Mautner u. Koloman Moser, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1913 Trauungsregister Magdalena Mautner u. Alois Grasmayr, Salzburg, Transkr. U. Reininghaus

1919 Trauungsregister Elisabeth Engelhart u. Robert v. Ettenreich, Waidhofen, Transkr. U. Reininghaus

1922 Trauungsregister Magda Jäger-Sunstenau u. Heinrich Prelinger, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 3, Ludwig Mautner v. Markhof und 1. Elisabeth v. Buol, 2. Maria Wallach, 3. Anna Lang

1888–1912

1888 Trauungsregister Margarethe Mautner u. Emmerich v. Gernerth, Mauer, Transkr. U. Reininghaus

1892 Trauungsregister Ludwig Mautner v. Markhof u. Maria A. Wallach, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1911 Trauungsregister Maria Leop. Mautner u. Rudolf Thun-Hohenstein, Oberalm, Transkr. U. Reininghaus

1912 Trauungsregister Ludwig Mautner v. Markhof u. Anna Lang, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 4, Maria Seraphine Mautner und Anton Willner

1855–1922

1855 Trauungsregister Maria Seraphine Mautner u. Anton Willner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1884 Trauungsregister Konrad Willner u. Maria Faber, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1896 Trauungsregister Marcelline Willner u. Eduard Kloth, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1900 Trauungsregister Alfred Willner u. Berta Meyer, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1922 Trauungsregister Friedrich Willner u. Josefine Rohan, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 5, Emilie Mautner und Julius Reininghaus

1856–1920

1856 Trauungsregister Julius Reininghaus u. Emilie Mautner, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1882 Trauungsregister Carl Reininghaus und Zoe v. Karajan, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1888 Trauungsregister Paul Reininghaus u. Maria v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1891 Trauungsregister Friedrich Reininghaus u. Menodera Ranzoni, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1912 Trauungsregister Paul F. Reininghaus u. Ida Jelinek, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1920 Trauungsregister Carl Reininghaus u. Friederike Knepper, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 6, Georg I. Mautner v. Markhof und Karoline Biehler

1864–1928

1864 Trauungsregister Georg I. Mautner v. Markhof u. Caroline Biehler, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1896 Trauungsregister Theodor I. Mautner v. Markhof u. Martha Eisl, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1900 Trauungsregister Georg II. Mautner v. Markhof u. Emy v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1905 Trauungsregister Friederike Mautner u. Valentin Zeileis, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1922 Trauungsregister Elisabeth Mautner Baensch, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1923 Trauungsregister Gertrud Mautner u. Egon Conte Corti, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1928 Trauungsregister Marceline Mautner u. Hans Bertele v. Grenadenberg, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 7, Eleonora Mautner und Otto v. Waechter

1860–1885

1860 Trauungsregister Eleonore Mautner u. Franz v. Wächter, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1884 Trauungsregister Elisabeth v. Wächter u. Hermann v. Gemmingen, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1885 Trauungsregister Maria Eleonora Mautner u. Rudolf v. Wächter, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 8, August Mautner v. Markhof und Elisabeth v. Ankern

1872–1904

1872 Trauungsregister August Mautner v. Markhof u. Elisabeth v. Ankern, Wien, Transkr. U.Reininghaus

1904 Trauungsregister Bruno Mautner v. Markhof u. Friederike v. L. Liebenstein, Neumarkt, Transkr. U. Reininghaus

Linie 9, Coelestine Mautner und Theodor v. Oppolzer

1865–1917

1865 Trauungsregister Theodor v. Oppolzer u. Cölestine Mautner, Baden, Transkr. U. Reininghaus

1910 Trauungsregister Sylvia v. Oppolzer u. Karl Hummel, Klagenfurt, Transkr. U. Reininghaus

1917 Trauungsregister Johann v. Oppolzer u. Helene Nesselmann, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 10, Johanna Mautner und Wilhelm Mittag v. Lenkheym

1871–1909

1871 Trauungsregister Johanna Mautner u. August Mittag v. Lenkheim, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1898 Trauungsregister Irene Mittag v. Lenkheym u. Otto v. Apfaltrern, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1909 Trauungsregister Auguste Mittag v. Lenkheym u. Karl v. Puthon, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Sterberegister der Familien Mautner von Markhof, von Reininghaus, Willner, von Waechter, von Oppolzer und Mittag von Lenkheym

Linie 0, Stammeltern Adolf Ignaz Ritter Mautner v. Markhof und Julie Marcelline geb. Kadisch

1887–1889

1887 Sterberegister Julie Marcelline Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1889 Sterberegister Adolf Ignaz Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 1, Therese Mautner und Johann Peter v. Reininghaus

1862–1959

1862 Sterberegister Margaretha v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1883 Sterberegister Gustav I. v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1890 Sterberegister Martha v. Odelga, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1901 Sterberegister Johann Peter v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1902 Sterberegister Hans v. Hebra, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1906 Sterberegister Emma Keil v. Bündten, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1910 Sterberegister Hermann v. Künigl zu Ehrenburg u. Warth, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1915 Sterberegister Adolf v. Odelga, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1922 Sterberegister Else v. Cnobloch, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1926 Sterberegister Therese v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1933 Sterberegister Adele v. Hebra, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1937 Sterberegister Maria Piffl, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1959 Sterberegister Hans v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

Linie 2, Carl Ferdinand Mautner v. Markhof und 1. Johanna Kleinoscheg, 2. Editha Sunstenau

1875–1938

1875 Sterberegister Sohn v. Carl Ferdinand Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1896 Sterberegister Carl Ferdinand Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1918 Sterberegister Editha Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1919 Sterberegister Victor Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1926 Sterberegister Helene Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1938 Sterberegister Harriet v. Haynau, Klagenfurt, Transkr. U. Reininghaus

Linie 3, Ludwig Mautner v. Markhof und 1. Elisabeth v. Buol, 2. Maria Wallach, 3. Anna Lang

1885–1920

1885 Sterberegister Elise Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1909 Sterberegister Maria Anna Mautner, Kaltenleutgeben, Transkr. U. Reininghaus

1917 Sterberegister Oskar Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1918 Sterberegister Ludwig Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1920 Sterberegister Robert Mautner v. Markhof, St. Johann, Transkr. U. Reininghaus

Linie 4, Maria Seraphine Mautner und Anton Willner

1906–1929

1906 Sterberegister Marie Willner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1929 Sterberegister Alfred Willner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 5, Emilie Mautner und Julius Reininghaus

1861–1981

1861 Sterberegister Gabriele Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1862 Sterberegister Julius Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1887 Sterberegister Emilie Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1929 Sterberegister Carl Reininghaus, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1963 Sterberegister Hellmut Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1981 Sterberegister Sigurt Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

Linie 6, Georg I. Mautner v. Markhof und Karoline Biehler

1866–1930

1866 Sterberegister Eugenia Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1904 Sterberegister Georg I. Heinrich Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1905 Sterberegister Nr. 1 (Karoline) Charlotte Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1905 Sterberegister Nr. 2 (Karoline) Charlotte Mautner, Baden, Transkr. U. Reininghaus

1930 Sterberegister Kuno Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 7, Eleonora Mautner und Otto v. Waechter

1895–1937

1895 Sterberegister Franz L. Otto v. Wächter, Payerbach, Transkr. U. Reininghaus

1904 Sterberegister Gottfried v. Wächter, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1915 Sterberegister Rudolf v. Wächter, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1926 Sterberegister Philipp Haas v. Teichen, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1937 Sterberegister Eleonora v. Wächter, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1937 Sterberegister Elisabeth v. Gemmingen, Baden, Transkr. U. Reininghaus

Linie 8, August Mautner v. Markhof und Elisabeth v. Ankern

1873–1883

1873 Sterberegister Oscar Mauter v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1883 Sterberegister August Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 9, Coelestine Mautner und Theodor v. Oppolzer

1877–1926

1877 Sterberegister Hildegard v. Oppolzer, Baden, Transkr. U. Reininghaus

1886 Sterberegister Theodor v. Oppolzer, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1907 Sterberegister Egon v. Oppolzer, Hötting, Transkr. U. Reininghaus

1923 Sterberegister Coelestine v. Oppholzer, Inzersdorf, Transkr. U. Reininghaus

1926 Sterberegister Armin v. Oppolzer, Baden, Transkr. U. Reininghaus

Linie 10, Johanna Mautner und Wilhelm Mittag v. Lenkheym

1912–1913

1912 Sterberegister Wilhelm Mittag zu Lenkheym, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1913 Sterberegister Johanna Mittag zu Lenkheym, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Weitere Infos: Taufbucheinträge der Familien

Ulrike Reininghaus

Übertritt der Familie Mautner zum katholischen Glauben / Taufbucheinträge

23. Februar 2024/in Familienchronik /von Ulrike Reininghaus

Der Übertritt der Familie Mautner (damals noch ohne das Prädikat „von Markhof“) zum katholischen Glauben erfolgte am 18. April 1846, wie die Taufbuch-Einträge der römisch-katholischen Pfarrkirche Maria Geburt in Wien zeigen. Da diese Kirche damals auch für das ehemalige Waisenhaus im 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße zuständig war, wurde sie „Waisenhauskirche“ genannt. Adolf Ignaz und Julie Marceline hatten zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Jahre in Wien gelebt und waren 44 bzw. 34 Jahre alt. Ihre älteste Tochter Therese stand kurz vor ihrem 14. Geburtstag, Carl Ferdinand war 12, Ludwig 10 und Maria 9 Jahre alt, Emilie feierte einen Tag zuvor ihren 8. Geburtstag, Georg I.  Heinrich war fast 6, Eleonora 4, August fast 3 und Coelestine ein Jahr alt. Das zehnte Kind, Johanna, kam erst zwei Jahre später zur Welt. Sie ist die einzige in der Familie, in deren Taufbuch-Eintrag schon bei der Geburt ein Strichlein bei „Religion Katholisch“ gemacht wurde. Nach den Eltern wurden zuerst die Söhne, dann die Töchter eingeschrieben.

Die genannte Wohnadresse der Familie war St. Marx, damals noch Bürgerversorgungshaus der Stadt Wien: „Versorgungsbedürftige Bürger und deren Angehörige wurden ab 1785 aus dem Bürgerspital nach St. Marx überstellt. Das nunmehrige Bürgerversorgungshaus wurde vom Spitalamt geleitet und über den neu geschaffenen Bürgerspitalfonds finanziert. Wie viele damalige Fürsorgeeinrichtungen verfügte auch St. Marx über einen eigenen Wirtschaftsbetrieb (Wälder, Äcker, Wiesen, Gärten, Weingärten, Brauhaus untertänige Häuser usw.). Das Areal samt Brauhaus von St. Marx erwarb 1857 der Bierbrauer Adolf Ignaz Mautner, der das Brauhaus schon früher gepachtet hatte. Ab dieser Zeit erfolgte die Umgestaltung der gesamten Realität, die sich zu einer der größten Bierbrauereien Österreichs entwickelte.“ Quelle: „Wien Geschichte Wiki“ des Wiener Stadt- und Landesarchivs und der Wienbibliothek / St. Marx – vom Siechhaus zur Erfolgsbrauerei

Auch die „Pathen“ und ihre „Character/Condition“, die man in den Taufeinträgen findet, haben größtenteils Bezug zum Bürgerversorgungshaus. Den Söhnen wurden Amtsdirektoren, Verwalter und Ärzte zugeordnet, den Töchtern meistens deren Ehefrauen – allerdings bekam Maria Seraphine als Patin eine Erzieherin der Mautner-Familie. Adolf Ignaz wählte für sich selbst den aus Mähren stammenden k. k. Regierungsrat und damaligen Wiener Bürgermeister Ignaz Czapka Ritter von Winstetten.

Der damalige Prozess des Konvertierens zum Christentum und zum Erhalt der Taufbewilligungen wird hier ausführlich beschrieben: „Wesentlich einfacher und klarer waren die Regelungen bei Erwachsenen. Zunächst einmal war man frei in der Wahl seiner Taufpfarre, man war hier durchaus nicht an die Pfarre gebunden, in deren Pfarrsprengel man wohnte, auch musste man nicht in jener Pfarre getauft werden, in welcher man den vorgeschriebenen Religionsunterricht erhalten hatte. Es war vorgesehen, dass man zunächst einmal bei einem Priester vorsprach. Hatte man diesen von der Lauterkeit seines Vorhabens überzeugt, dann folgte ein – zumeist sechswöchiger – Religionsunterricht. Die Vorbereitungszeit konnte sich erheblich verkürzen, wenn der „Taufwerber“ bereits als Kind in der Schule den katholischen Religionsunterricht besucht hatte, andererseits konnte der vorbereitende Unterricht auch wesentlich länger dauern. Sobald der unterrichtende Priester der Überzeugung war, sein Täufling sei nun hinlänglich für die Taufe vorbereitet, so stellte er ein Taufgesuch, gerichtet an das fürsterzbischöfliche Consistorium bzw. Ordinariat. Bis zum Jahr 1848 hatte noch vor der kirchlichen Taufbewilligung eine staatliche Genehmigung zur Taufe eingeholt zu werden: In einem knappen Ansuchen – in den 1840er Jahren gab es bereits Sammelgesuche auf vorgedruckten Formularen – wurden nun die persönlichen Daten des Täuflings an die Niederösterreichische Regierung übermittelt, welche ihrerseits die Polizei-Oberdirektion beauftragte, diese Angaben zu prüfen. Fiel die Untersuchung zur allgemeinen Zufriedenheit aus, so wurde von der Landesstelle die Genehmigung zur Taufe erteilt. Erst nach dieser staatlichen Genehmigung durfte kirchlicherseits das Taufgesuch des unterrichtenden Priesters bewilligt werden. Dieses doppelte Verfahren kam einem Einbürgerungsverfahren gleich, ein Konvertit galt nicht mehr als Fremder, war als solcher nicht mehr den Polizeigesetzen für Juden unterworfen: Keine Toleranzsteuer (für die Aufenthaltsgenehmigung in Wien) war mehr zu leisten, es gab keine Berufsbeschränkungen mehr, die Kinder hatten freien Hochschulzugang, man war „besitzfähig“ wie alle anderen Bewohner. Konvertiten wurde im Jahr 1826 zudem noch ein berechtigter Anspruch auf Namensänderung eingeräumt, um ihre weitere soziale Integration zu erleichtern. Namensänderungen waren auch zuvor möglich, kamen jedoch in Wien viel seltener vor als allgemein angenommen wird. Nach dem Jahr 1848 brauchte nur mehr im Fall einer mit der Taufe verbundenen Namensänderung eine staatliche Genehmigung eingeholt zu werden.“ Quelle: Jüdische Konvertiten in Wien 1782 – 1914, Anna L. Staudacher, 2006, Ein Projekt an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beim Institut ÖBL, Österreichisches Biographisches Lexikon

Taufbucheinträge der Familien Mautner von Markhof, von Reininghaus, Willner, von Waechter, von Oppolzer und Mittag von Lenkheym

Linie 0, Stammeltern Adolf Ignaz Ritter Mautner v. Markhof und Julie Marcelline geb. Kadisch

1846–1850

1846 Taufbuch Adolf Ignaz u. Julie Marcelline u. Carl Ferdinand Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1846 Taufbuch Ludwig u. Georg u. August u. Theresia Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1846 Taufbuch Maria Seraphine u. Emilie u. Eleonora u. Cölestine Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1850 Taufbuch Johanna Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 1, Therese Mautner und Johann Peter v. Reininghaus

1846–1917

1846 Taufbuch Ludwig u. Georg u. August u. Theresia Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1851 Taufbuch Gustav I. v. Reininghaus, Breslau, Transkr. U. Reininghaus

1853 Taufbuch Luise v. Reininghaus, Turaß, Transkr. U. Reininghaus

1854 Taufbuch Adelheid v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1859 Taufbuch Emma und Martha v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1861 Taufbuch Margaretha v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1864 Taufbuch Hugo v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1867 Taufbuch Hans v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1869 Taufbuch Maria v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1871 Taufbuch Elisabeth v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1876 Taufbuch Friederike v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1881 Taufbuch Emy v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1881 Taufbuch Ludovika v. Hebra, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1883 Taufbuch Gustav II. v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1885 Taufbuch Herbert Keil v. Bündten, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1890 Taufbuch Eberhard v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1894 Taufbuch Franz Mayer-Gunthof, Guntramsdorf, Transkr. U. Reininghaus

1896 Taufbuch Peter v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1897 Taufbuch Theresia v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1899 Taufbuch Johanna v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1901 Taufbuch Emma v. Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1901 Taufbuch Leopold Künigl, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1904 Taufbuch Teil 1 Veit Künigl, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1904 Taufbuch Teil 2 Veit Künigl, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1906 Taufbuch Gert v. Rokitansky, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1906 Taufbuch Kurt v. Reininghaus, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1907 Taufbuch Marie G. v. Künigl z. Ehrenburg und Warth, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1917 Taufbuch Emma v. Rokitansky, Graz, Transkr. U. Reininghaus

Linie 2, Carl Ferdinand Mautner v. Markhof und 1. Johanna Kleinoscheg, 2. Editha Sunstenau

1846–1908

1846 Taufbuch Adolf Ignaz u. Julie Marcelline u. Carl Ferdinand Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1846 Taufbuch Johanna Kleinoscheg, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1864 Taufbuch Henriette (Harriet) Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1865 Taufbuch Victor Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1867 Taufbuch Cornelia Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1869 Taufbuch Christine Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1871 Taufbuch Dorothea Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1879 Taufbuch Hertha Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1881 Taufbuch Magdalena Mautner, Wien, Transkr. U. Reininighaus

1883 Taufbuch Editha Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1903 Taufbuch Hilda Jäger-Sunstenau, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1908 Taufbuch Josefine Engelhart, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 3, Ludwig Mautner v. Markhof und 1. Elis. v. Buol, 2. Maria Wallach, 3. Anna Lang

1846–1893

1846 Taufbuch Ludwig u. Georg u. August u. Theresia Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1867 Taufbuch Maria Leop. Mautner, Troppau, Transkr. U. Reininghaus

1869 Taufbuch Margaretha Mautner, Troppau, Transkr. U. Reininghaus

1872 Taufbuch Hildegard Mautner, Troppau, Transkr. U. Reininghaus

1893 Taufbuch Angela Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 4, Maria Seraphine Mautner und Anton Willner

1846–1887

1846 Taufbuch Maria Seraphine u. Emilie u. Eleonora u. Cölestine Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1859 Taufbuch Alfred Willner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1861 Taufbuch Conrad Willner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1865 Taufbuch Marcelline Willner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1884 Taufbuch Elisabeth Willner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1886 Taufbuch Konrad Willner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1887 Taufbuch Friedrich Willner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 5, Emilie Mautner und Julius Reininghaus

1846–1862

1846 Taufbuch Maria Seraphine u. Emilie u. Eleonora u. Cölestine Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1857 Taufbuch Carl Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1859 Taufbuch Paul Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1861 Taufbuch Gabriele Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

1862 Taufbuch Friedrich Reininghaus, Graz, Transkr. U. Reininghaus

Linie 6, Georg I. Mautner v. Markhof und Karoline Biehler

1846–1909

1846 Taufbuch Ludwig u. Georg u. August u. Theresia Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1864 Taufbuch Maria Karolina Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1868 Taufbuch Otto Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1869 Taufbuch Theodor I. Mautner v. Markhof, Baden, Transkr. U. Reininghaus

1872 Taufbuch Friederike Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1875 Taufbuch Georg II. Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1879 Taufbuch Kuno Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1901 Taufbuch Gerhard Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1901 Taufbuch Marcelline Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1903 Taufbuch Manfred I. und Gertrud Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1904 Taufbuch Georg III. Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1909 Taufbuch Gustav I. Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 7, Eleonora Mautner und Franz L. Otto v. Wächter

1846–1869

1846 Taufbuch Maria Seraphine u. Emilie u. Eleonora u. Cölestine Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1861 Taufbuch Rudolf v. Wächter, Kuttenberg, Transkr. U. Reininghaus

1864 Taufbuch Elisabeth v. Wächter, Kuttenberg, Transkr. U. Reininghaus

1869 Taufbuch Hedwig v. Wächter, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 8, August Mautner v. Markhof und Elisabeth Fischer v. Ankern

1846–1877

1846 Taufbuch Ludwig u. Georg u. August Mautner v. Markhof u. Theresia Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1873 Taufbuch Oscar Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1874 Taufbuch Elfriede Mautner, Baden, Transkr. U. Reininghaus

1877 Taufbuch Bruno Mautner v. Markhof, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 9, Coelestine Mautner und Theodor v. Oppolzer

1846–1882

1846 Taufbuch Maria Seraphine u. Emilie u. Eleonora u. Cölestine Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1866 Taufbuch Johann Oppolzer, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1867 Taufbuch Hildegard v. Oppolzer, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1869 Taufbuch Egon Oppolzer, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1879 Taufbuch Armin v. Oppolzer, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1882 Taufbuch Agathe v. Oppolzer, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Linie 10, Johanna Mautner und Wilhelm v. Lenkheym

1850–1882

1850 Taufbuch Johanna Mautner, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1873 Taufbuch Rudolf Mittag v. Lenkheym, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1876 Taufbuch Irene Mittag v. Lenkheym, Wien, Transkr. U. Reininghaus

1882 Taufbuch Auguste Mittag zu Lenkheym, Wien, Transkr. U. Reininghaus

Weitere Infos: Trauungs- und Sterberegister der Familien

Beate Hemmerlein

Refugio Tinti – eine Hommage an Paul Kupelwieser

1. September 2021/in Familienchronik /von Beate Hemmerlein

Alexander Tinti, Sohn von Christiana und Enkel von Manfred I. Mautner Markhof und Maria Anna „Pussy“ Kupelwieser wandelt seit 2016 in Costa Rica auf den Spuren seines Ururgroßvaters Paul, der die Inseln Brioni von einem unbewohnbaren Sumpf in ein Naturparadies verwandelte.

24 Hektar ausgelaugtes und zertrampeltes Sumpfland wurden in ein florierendes Ökosystem verwandelt.
Doch es ist nicht nur die Liebe zur Natur, die ihn vorantreibt. Besorgt über die massiv ansteigende Umweltzerstörung studierte er bereits in jungen Jahren Bodenbiologie und Permakultur und ging 1998 nach Asien, wo er an verschiedenen Umweltprojekten beteiligt war. Alexander Tintis Ansatz basiert auf Systemdenken und permakulturellen Designmethoden. So ist das Refugio Tinti nun ein Naturschutzprojekt mit dem übergreifenden Thema der Versöhnung des Menschen mit der Natur. Was in den feuchten Tieflandregenwäldern Costa Ricas einst ein degradiertes, von Agrochemikalien verseuchtes und Rinderherden verdichtetes Sumpfland war, wurde zum wachsenden Lebensraum für zahlreiche, auch einige von dem Aussterben bedrohten Arten.

Beate Hemmerlein

Maximilian Mautner Markhof – ein Ritter und seine Burgen

2. Februar 2021/in Familienchronik /von Beate Hemmerlein

Die Anwesen Rohrbach und Seisenegg befinden sich seit 1995 und 2005 im Eigentum von Maximilian Mautner Markhof (*1965), der sich selbst weniger als Besitzer, sondern vielmehr als Hüter der Kulturgüter sieht. Den Grundstein dafür legte bereits sein Vater: Johanna Freiin Riesz von Risenfels (Tochter vom Schlossherrn Philipp von Risenfels) heiratete im Jahre 1942 Baron Armin von Szylvinyi, dessen Mutter Gertrude als Tochter von Carl Ferdinand bereits eine gebürtige Mautner von Markhof war. Die Ehe blieb kinderlos und so ging Rohrbach 1952 auf Marius über, der es wiederum anlässlich seiner Eheschließung an Sohn Maximilian übergab. Liebevoll und aufwendig restauriert, werden beide Kulturgüter nicht nur bewirtschaftet, kulturell belebt und bewohnt, sondern auch sorgsam für die Nachwelt erhalten.

Rohrbach (Weistrach / NÖ)

Rohrbach und seine Geschichte

Schloss Rohrbach / Familiensitz von Maximilian Mautner Markhof

Schloss Rohrbach / Familiensitz von Maximilian Mautner Markhof

Schloss Rohrbach / Familiensitz von Maximilian Mautner Markhof

Schloss Rohrbach / historische Statue im Schlosspark

Schloss Rohrbach

Schloss Rohrbach

Schloss Rohrbach

Seisenegg (Viehdorf / NÖ)

Schloss Seisenegg

Schloss Seisenegg

Seisenegger Schlossbier

Alle Infos über Schloss Seisenegg unter www.seisenegg.at

Beate Hemmerlein

Mautner Markhof, Reininghaus und die Familie Eisl

14. Mai 2020/in Familienchronik /von Beate Hemmerlein

Die Familie Eisl war 1820 von Radkersburg nach Graz gekommen, wo Alois Eisl (1794 – 1854) imstande war, einen einflussreichen Bankbetrieb aufzubauen. Aus der Ehe mit Josefa (geb. Lister) gingen die Kinder Cornelia, Reinhold und Adolf hervor. Reinhold Benedikt (1830 – 1908) war ein begnadeter Ingenieur, erbaute den Viadukt bei Sessana, die Eisenbahnlinie Graz-Fiume und zeichnete und berechnete das Reiterstandbild Erzherzog Karls auf dem Heldenplatz. Auch steht er an erster Stelle des Goldenen Buches der Technik/Graz. Er und seine Frau Maria (geb. Winkler) waren Eltern von sechs Kindern: Cornelia, Reinhold, Alfred, Maria „Mitzi“, Hermann und Martha.

Insgesamt hat die Familie Eisl drei Mal in die Familie Reininghaus/Mautner Markhof eingeheiratet.

Maria „Mitzi“ war in erster Ehe mit Gustav I., dem ältesten Sohn von Johann Peter und Therese von Reininghaus verheiratet. Aus dieser Ehe gingen die beiden Kinder Emilie „Emy“ (verheiratet mit Georg II. Anton Mautner von Markhof) und Gustav II. hervor. Nach Gustavs frühem Ableben heiratete Maria in zweiter Ehe dessen Cousin Paul Reininghaus, einen Sohn von Emilie und Julius Reininghaus.

Marias jüngste Schwester Martha ehelichte 1896 mit 21 Jahren Theodor I. Ritter Mautner von Markhof.

Beider Bruder Hermann Eisl, verheiratet mit Ernestine (geb. Mayer), wiederum war der Vater von Elisabeth, Herwarth, Melitta und Herbert. Gerhard Mautner Markhof nahm 1926 mit Elisabeth seine Cousine zur Frau (Elisabeths Vater Hermann und Gerhards Mutter Martha waren Geschwister).

Die Familiengruft Eisl steht seit 2017 unter der Obhut des MMFG.

Goldene Hochzeit von Reinhold und Marie Eisl, Eltern von Maria v. Reininghaus und Martha Mautner v. Markhof, Grazer Volksblatt, 12. Jänner 1906, S. 3, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Beisetzung Reinhold Eisl, Vater von Martha Mautner v. Markhof und Maria v. Reininghaus, Grazer Volksblatt, 21. August 1913, S. 13, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Reinhold Eisl, Vater von Maria von Reininghaus

Maria Eisl, Mutter von Maria von Reininghaus

Maria Eisl, Mutter von Maria von Reininghaus

Reinhold und Maria Eisl, Goldene Hochzeit, Graz 1906

Reinhold Eisl, Vater von Maria von Reininghaus

Reinhold Eisl, Parte

Gedenkplakette für Reinhold & Maria Eisl

Verbindungen der Familien Mautner Markhof – Reininghaus – Eisl

Beate Hemmerlein

Die Hager Werbeagentur: Wie Manfred II. Mautner Markhof Werbegeschichte schrieb.

6. April 2020/in Familienchronik /von Beate Hemmerlein

Manfred II. Mautner Markhof, auch kurz „Herr Professor“ genannt, war ohne Zweifel ein, wenn nicht sogar DER führende Begründer der österreichischen Medien- und Werbelandschaft. In einer Zeit, der multinationalen Agenturnetzwerke mit vielfachem Namens-, Identitäts- und Personalwechsel, denkt man mit Wehmut an die Jahrzehnte lang erfolgreich geführte Inhaberagentur zurück, die sich mit Stabilität und Kontinuität darauf konzentrieren konnte ihre Kunden noch erfolgreicher zu machen.

So ist es nicht verwunderlich, dass selbst zwanzig Jahre, nachdem Die Hager offiziell ihre Pforten auf der Seilerstätte 13 für immer geschlossen hat, diesem Meilenstein des innovativen österreichischen Unternehmertuns noch immer Tribut gezollt wird. Seine Reminiszenz bekundet Alexander Schönburg, Gründer und Inhaber des Lifestyle Magazines Notorious, in der ersten Folge seiner „Mad Man-Stories“.

 

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Mehr Hager Werbeagentur:

Lebenserinnerungen von Manfred II. Mautner Markhof

Broschüre Hager Gesellschaft KG

Broschüre Hager Life 1952 – 1992

 

Prof. Dr. h.c. Manfred II. Mautner Markhof an seinem Schreibtisch in der Hager Werbeagentur

Hager Schild in den 1950iger und 1960iger Jahren


Hager Schild in den 2020iger Jahren

 

Beate Hemmerlein

“PAC- MAN™ Arcade Line” by Sophia Castell-Rüdenhausen

23. März 2020/in Familienchronik /von Beate Hemmerlein

Arcade Line by Sophia Castell-Rüdenhausen

Mit Sophia Marie Castell-Rüdenhausen, Tochter von Theodor Heinrich Mautner Markhof und Enkeltochter von Manfred II. Mautner Markhof, setzt sich das Kreativpotential ihres Vaters und Großvaters auch in der nächsten Generation fort. Nach Ausbildungen und Internships in Wien, Florenz, München, London und Madrid im Sektor Fashion & Design, gründete sie 2018 ihr Unternehmen VIER mit Firmensitz in ihrer neuen Heimat Deutschland.

Sophias Liebe gilt dem Schuhdesign, vor allem dem Herrenschuh, dem sie auch ihre Launch-Collection gewidmet hat. Ihre „Arcade Line“ ist nicht nur eine Hommage an PAC- MAN™, das Kult-Videospiel der 80er Jahre, sondern auch und vor allem eine Neuinterpretation des klassischen Budapesters. Jedes Paar VIER-Schuhe wird in Portugal von einem Familienunternehmen handgefertigt, das die traditionelle Handwerkskunst des Schuhmachens seit Generationen beherrscht und die Goodyear Welt-Technik perfektioniert hat. Solcherart rahmengenähte Schuhe bestechen nicht nur durch ausgezeichnete Fertigungsqualität, sondern auch durch besondere Haltbarkeit, Stabilität der Passform, hohe Atmungsaktivität und last but not least besondere Reparaturfreundlichkeit.

Doch Sophias Schuhe zeichnen sich nicht nur durch hervorragende Qualität in Produktion und Materialien aus, sie haben das gewisse Etwas, den subtilen Twist, der überrascht. Auf den ersten Blick konservativ, offenbart der „Arcade“ bei genauerem Hinsehen in winzigen Details seine kleinen Geheimnisse, die nicht nur dem Träger gute Laune machen und ihm in seiner beruflichen Uniform, dem Anzug, ein gewisses Gefühl von Unabhängigkeit und Freiheit verspüren lassen. Die Marke möchte die Bedürfnisse von Männern befriedigen, die sich zwar ihrer traditionellen Rolle bewusst sind, sich in diese eingliedern und an sie anpassen, aber im Inneren ihre Unabhängigkeit und Freiheit bewahrt haben.

View Arcade Line

VIER shoes, „Iconic PAC- MAN™“, Kollektion Arcade Line

VIER shoes, „Iconic PAC- MAN™“, Kollektion Arcade Line

VIER shoes, „Iconic PAC- MAN™“, Kollektion Arcade Line

Beate Hemmerlein

Viktor Mautner Markhof – vom Brauexperten zum Historiker und Schriftsteller

10. Mai 2018/in Familienchronik /von Beate Hemmerlein

Zuerst einer klassischen „Mautner Markhof-Karriere“ folgend (als Vorstand in der Brau-Union für Finanzen, Controlling und Materialwirtschaft verantwortlich), hat es Viktor dann ab dem Jahr 2010 in eine gänzlich andere Richtung verschlagen. Da er immer wieder gefragt wird, wie er eigentlich zum Schriftsteller, respektive Romancier wurde, lassen wir ihn – um dieses Geheimnis ein für alle Mal zu lüften – einfach selbst zu Wort kommen:

„Immer werde ich gefragt, wie ich zum Schriftsteller wurde. Im Sinne eines klassischen Poeten, Dichters oder Verfassers schöngeistiger Literatur – eigentlich nie. Genau genommen trifft der allgemeine Begriff Autor, so denke ich, wesentlich besser zu.

So zähle ich bereits zu meinem frühen Autoren-Dasein die pubertären Gedichte meiner Jugendzeit, wohingegen sich über die wenig erfolgreichen Schulaufsätze besser für immer der Mantel des Schweigens breite. Danach folgte studienbedingt so manch´ unvermeidbare Seminararbeit, sowie eine in Französisch verfasste Diplomarbeit. In Folge verlangte es meine Tätigkeit als Manager, meiner Fantasie so manches Schriftstück zu entlocken, darunter zahlreiche Geschäftsberichte und Strategiepapiere.

Schließlich ist es meiner Ehefrau zu verdanken, dass ich es bis zum Roman geschafft habe. Ihre Erlebnisse im Zuge der Vorbereitungen einer Ausstellung über Georg Mendel waren so spannend, dass wir es für Wert befanden sie niederzuschreiben. Kurzerhand erfand ich zwei Protagonisten, Miloš und Janda, kreierte Rollen, aus denen keine Rückschlüsse auf die tatsächlich handelnden Personen gezogen werden konnten, und bettete sie in eine Geschichte, die der Realität und einem Kriminalroman ziemlich nahekam, rund um Mendels Originalmanuskript ein.

Das Schreiben hatte Spaß gemacht und die beiden Protagonisten waren mir so ans Herz gewachsen, dass ich sie noch mit zwei weiteren – allerdings dieses Mal frei erfundenen – Kriminalfällen, zuerst mit einer gestohlenen Bibel und danach mit einer Leiche auf einem Spielplatz, versorgte. Die Handlungen aller drei Krimis spielen in Brünn, also in jener Stadt, die mein langjähriger Lebensmittelpunkt war und in jenem Land, aus dem meine Familie ursprünglich stammte. Zahlreiche spannende Erfahrungen aus dem täglichen Leben nach der samtenen Revolution in Tschechien konnte ich so auch literarisch verarbeiten.

Jeder, der die Stadt Brünn besucht, stößt beim Erkunden der Sehenswürdigkeiten früher oder später auf ihre Belagerung durch die Schweden während des Dreißigjährigen Krieges. Was also lag näher, als dieses Thema für ein nächstes Buch auszuwählen, diesmal jedoch nicht als Krimi, sondern als historischer Roman. Die Nachforschungen für einen solchen Roman sind wesentlich aufwändiger als ich dachte, dafür umso interessanter. Auch wenn ich über keine Ausbildung als Historiker verfüge, so bin ich immer meinem Anspruch gefolgt, das historische Umfeld mit seinen handelnden Personen, den Ereignissen, der Ausstattung oder der Lebensweise so genau wie möglich abzubilden. An jenen Stellen, an denen dies nicht zur Gänze gelungen ist, stand die Freiheit der Romangestaltung im Vordergrund.

Die Faszination der Recherchen ließ mich nicht locker und so folgte auf den ersten historischen Roman sogleich der zweite. Diesmal ein steirischer Ritter im dreizehnten Jahrhundert, der um sein Lehen kämpft.

Da bekanntlich alle guten Dinge drei sind, arbeite ich zurzeit an meinem dritten historischen Roman. …Vielleicht werde ich irgendwann doch noch zum Schriftsteller…“

 

Alle Werke von Viktor Mautner Markhof sind im Verlagshaus Hernals erschienen

Beate Hemmerlein

Die Familie Mautner Markhof – Ehrenbürger von Baden bei Wien

20. März 2018/in Familienchronik /von Beate Hemmerlein

Nach 1860 entdeckte Adolf Ignaz das mit der Bahn rund eine Stunde entfernte Baden/Wien als Sommerfrischeort. So wie bei der Aristokratie erfreute es sich auch beim Wiener Bürgertum während der heißen Sommermonate zunehmend an Beliebtheit.

Adolf Ignaz kaufte ein Anwesen in der Berggasse 172 (seit 1913 Marchetstraße 76), das auf dem Weg zum Helenental lag und auch heute noch weitgehend erhalten geblieben ist. Die Hauptvilla stammt aus dem Jahr 1846 und es gab schon vor 1860 eine Vielzahl von Nebengebäuden, wie sie für barocke und romantische Schlossbauten kennzeichnend war. Die Familie ließ 1865 einen freistehenden Pavillon im Garten, der nicht mehr besteht, und im ersten Stock einen Anbau für ein Billardzimmer errichten. Später wurde die Fassade neu gebaut, sie erinnert mit ihren eisernen Bestandteilen stark an den Österreich-Pavillon bei der Weltausstellung in Paris und an den Mautner-Pavillon bei der Weltausstellung 1873. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gab es ab 1873 ein Stallgebäude für acht Pferde und einen kleinen Kuhstall. Diese Villa, stand im Besitz von Julie Marcelline und ging nach ihr an ihre Tochter Eleonore Waechter über, in deren Familienbesitz sie bis zur Jahrhundertwende blieb.

Berggasse 172, 1860

Marchetstraße 76

Den Namen Mautner-Villa trug dann das Haus Nr. 72, das Georg Heinrich 1883 in unmittelbarer Nähe gekauft hatte und als dessen Eigentümer seine Frau Charlotte im Grundbuch aufschien. Er gestaltete dieses Haus 1884 weitgehend so um, wie man es heute noch in der Marchetstraße sieht. Gegenüber (heute Nr. 67) wurde ein Pavillon mit einer Kegelbahn errichtet. Die Mautner-Villa musste 1922 in der für die Familie schwierigen Zeit verkauft werden.

Marchetstraße 72

Auch Carl Ferdinand besaß in der Wilhelmstraße 13 eine Villa, die er jedoch wieder veräußerte, als er nach Rodaun übersiedelte.

Victor verbrachte die Sommer mit seiner Frau Helene in der Christalnigg-Gasse 7.

Sowohl Adolf Ignaz als auch Georg Heinrich und deren Frauen zeigten sich auch in ihrem Sommersitz Baden als Wohltäter. Das Ergebnis der umfangreichen Spendentätigkeit war die Verleihung von Ehrenbürgerurkunden an Adolf Ignaz im Jahr 1879, an Julie Marcelline im Jahr 1887 sowie an Georg Heinrich und seine Frau Charlotte im Jahr 1890. Eine Gedenktafel für Julie Marcelline, die bis in die 1930er Jahre im Kurhaus angebracht war, ist erhalten geblieben und wartet derzeit auf eine neue Verwendung.

Gedenktafel der Stadtgemeinde Baden für Julie Marcelline Mautner von Markhof

Gedenktafel für Julie Marcelline Mautner v. Markhof, Badener Bezirks-Blatt, 26. Juli 1887, S. 2, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Die erste Spende tätigte Adolf Ignaz 1870, als er den Betrag von 2000 Gulden für die Bekleidung armer Schulkinder spendete. Die Kinder lagen der Familie immer sehr am Herzen und 1887 stellte Julie Marcelline den Grund für ein Waisenhaus zur Verfügung, zu dessen Unterhalt ihr Mann eine Stiftung von 54.000 Gulden errichtete, in die auch ihr Sohn Georg Heinrich weitere Beträge einzahlte. Dieses Waisenhaus konnte erst 1908 eröffnet werden und trug den Namen des Kaisers, der damals sein 60-jähriges Thronjubiläum feierte. Es ist nicht mehr erhalten.

1889 erwarb Adolf Ignaz knapp vor seinem Tod von der Gräfin Christalnigg einen Grund in der Bahnstraße 29, den er für die Ausspeisung armer Kinder und die Errichtung eines Kindergartens zur Verfügung stellte. Auch dafür gab es eine Stiftung, zu der seine Geschwister aus der Erbschaft je 3000 Gulden zuschießen mussten. Die Ausspeisungen für Kinder aller Konfessionen (wie im Wiener Kinderspital) begannen noch 1889, der Kindergarten eröffnete am 2. Jänner 1890. Dieses Haus auf dem Hötzendorfplatz 11 steht auch heute noch, es beherbergt die städtische Musikschule, auf dem Giebel sieht man noch das Familienwappen.

Mautner von Markhof-Stiftung 1889 zur Speisung armer Schulkinder, heute städtische Musikschule Baden

Im Berggasthaus Rudolfshof, 1881 anlässlich der Hochzeit des Kronprinzen erbaut, stammt die Einrichtung größten Teils von Adolf Ignaz. Vom Rudolfshof weg führen ein Ignaz- und ein Marcellinenweg, ein Stück bergab haben Victor und seine Gattin Helene einen Pavillon für müde Wanderer errichten lassen.

Rudolfshof mit Gedenktafel Adolf Ignaz Ritter Mautner von Markhof

Gedenktafel Adolf Ignaz Ritter Mautner von Markhof anlässlich der Erbauung des Rudolfhofs

Helene und Victor Mautner von Markhof Pavillon

Als 1885 die Stadtpfarrkirche regotisiert wurde, spendete die Familie zwei Glasfenster. Das eine zeigt wie in der Elisabethkapelle ihre Namensheiligen Adolf und Julia, das andere den heiligen Augustinus und erinnert an den 1883 im Alter von 40 Jahren verstorbenen Sohn August. Die Widmungen sind im Gegensatz zu den Glasfenstern der Wiener Kapelle sehr dezent, obwohl andere Spender sich in dieser Kirche sehr prominent selbst abgebildet haben. Als die Einfassungen der Fenster 1960 generalüberholt werden mussten, übernahm die Kosten für diese beiden Fenster ein Ururenkel von Adolf Ignaz.

Gedenkfenster August Ritter Mautner von Markhof, Stadtpfarrkirche Baden bei Wien

Gedenkfenster August Ritter Mautner von Markhof, Stadtpfarrkirche Baden bei Wien

Gedenkfenster Adolf Ignaz und Julie Marcelline Mautner von Markhof, Stadtpfarrkirche Baden bei Wien

Gedenkfenster Adolf Ignaz und Julie Marcelline Mautner von Markhof, Stadtpfarrkirche Baden bei Wien

Die Familie beteiligte sich auch am Badener Leben und als 1880 das 400-jährige Stadtjubiläum gefeiert wurde, hieß es: Die bestilluminiertesten Häuser waren unstreitig die der Bergstraße; von diesen wieder zeichnete sich die Villa des Herrn von Mautner aus. Baden kann stolz sein auf diesen Ehrenbürger; indem er diesen Anlaß benützte, eine Illumination zu inscenieren, wie sie hier wohl noch nie gesehen wurde, hat er nur die Stadt Baden geehrt, was allgemein gut vermerkt wurde und in aller Gedächtniß bleiben wird Hildegard Hnatek, Liebste Adele. Frauen in Baden 1848–1914, Bruck an der Leitha 2003, 196.

Als Georg Heinrich 1895/1896 eine Reise nach Ägypten machte, erwarb er eine Mumie (Fundort Gizeh), die er dem Badener Heimatmuseum zur Verfügung stellte. Auch heute noch kann man im Rollett-Museum einen 2.200 Jahre alten altägyptischen Mann bewundern, der wohl nie im Leben daran gedacht hatte, einmal in Baden bei Wien seine letzte „Ruhestätte“ zu finden.

Mumie Ptolemäerzeit 3./1. Jh. v. Chr., Ankauf 1896 durch Georg Heinrich Ritter Mautner von Markhof

Adolf Ignaz starb am Heiligen Abend 1889 im hohen Alter von 88 Jahren auf dem Franziskanerplatz. In seinem Sommersitz, wo er Ehrenbürger war, fand noch während der Weihnachtsfeiertage eine außerordentliche Gemeinderatssitzung statt, bei der Bürgermeister Franz Breyer ausführte „Er hat sich in unserem dankbaren Herzen ein unvergängliches und bleibendes Denkmal der Pietät und Erinnerung errichtet und er hat durch seinen Wohltätigkeitssinn angeregt, den Armen und Bedürftigen Badens durch eine Reihe von Jahren reichliche Spenden zugewendet und damit diesen Enterbten des Glückes gar oft und insbesondere zur Weihnachtszeit frohe und glückliche Stunden be­reitet“ Badener Bezirksblatt, 28. Dezember 1889, 2.

Mit der Mautner Markhof-Straße drückt die Stadt Baden ihren Ehrenbürger auch heute noch auf besonders nachhaltige Art und Weise ihre immerwährende Sympathie und Dankbarkeit aus.

Straßenschild Baden/Wien

Mautner Markhof Straße, Baden bei Wien

 

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