Simmering und die Familie Mautner Markhof

Oftmals herrschen Verwirrnisse darüber, was „Simmering“ im Zusammenhang mit Mautner Markhof wirtschaftlich und räumlich/geografisch gesehen bedeutet hat. In Folge eine Übersicht in der Zeitabfolge:

1783 wurde das Himmelpfortkloster aufgehoben, welches die Grundherrschaft über Simmering und den Thurnhof samt einem Brauhaus hatte. Es handelt sich um das Gebiet zwischen der heutigen Dittmanngasse, Krausegasse, Dorfgasse (jetzt Mautner-Markhof-Gasse) und Simmeringer Hauptstraße. 1802 ersteigerte Johann Georg Dittmann den Thurnhof samt dem Brauhaus, verkaufte den Besitz jedoch 1822 an Georg Meichl, welcher es wiederum bis 1834 führte.

Im Jahr 1913 erfolgte dann die legendäre Fusion der Ad. Ign. Mautner Ritter von Markhof & Sohn, Brauerei St. Marx AG und der Brauerei Simmering Th. & G. Meichl AG, die zur Gründung der Vereinigten Brauereien Schwechat, St. Marx, Simmering – Dreher, Mautner, Meichl Aktiengesellschaft  führte. Die Biererzeugungen von St. Marx (Mautner Markhof) und Simmering (Meichl) wanderten nach Schwechat und die Hefe- u. Spiritusproduktion St. Marx wanderte ins Meichl´sche Betriebsgelände nach Simmering und wurde unter den Vereinigten Mautner Markhof’schen Preßhefefabriken fusioniert. Carl Ferdinands Sohn Victor hatte nämlich zur selben Zeit die Hefe- und Spirituserzeugung an Theodor I. und Georg II. Anton verkauft. Das Unternehmen wurde von ihnen rechtlich in zwei Firmen geteilt: Vereinigte Mautner´sche Preßhefe Fabriken Ges.m.b.H.  (für Hefe und Spiritus, inklusive der in den 1930iger Jahren stillgelegten Erzeugungsstätte in Floridsdorf) und Th & G Mautner Ritter von Markhof  (für Senf, Essig und Spirituosen). Obwohl nach außen hin eine einzige Liegenschaft in den Händen der Familie, war das Grundstück jedoch rechtlich auf zwei Unternehmen aufgeteilt. Einerseits auf die Brauerei Schwechat (das Areal vom derzeitige Jufa Hotel bis zum Geriatriezentrum) und andererseits auf die Vereinigte Mautner´sche Preßhefe Fabriken Ges.m.b.H.  (das Areal jenseits des Jufa Hotels bis hin zur Krausegasse/Mautner Markhof Gasse).

In den 1930iger Jahren übersiedelte dann die Th & G Mautner Ritter von Markhof  mit Senf, Essig, Spirituosen und Likören in ein neu errichtetes Areal östlich der jetzigen Mautner-Markhof-Gasse. Diese Betriebsstätte existiert bis heute und wurde 2004 an Develey verkauft. Verblieben – auf dem Areal, das in weiterer Folge beschrieben wird und auf dem ein Teil der Familie lebte und aufgewachsen ist – sind also nur die Hefeproduktion und das Bierdepot und Materiallager der Schwechater Brauerei. Das Materiallager war eigentlich eine Tischlerei, die alle Schankanlagen, Eiskästen, Abwaschsysteme, Bierzapfanlagen – schlicht alles, was ein Wirt gebraucht hat – produzierte. Hintergrund dafür war, dass man danach trachtete den Gasthäusern, den besonders wichtigen Abnehmern für das Bier, alles zur Verfügung zu stellen, um somit vertraglich sichern zu können, dass kein Konkurrenzbier ausgeschenkt werden durfte (Konkurrenzausschlussklausel). Teilweise ging es auch so weit, dass die Brauereien sich im Grundbuch der Wirte eintragen ließen, um jeglichen Mitbewerb ausschließen zu können.

Erinnerungen von Theodor Heinrich Mautner Markhof, Mai 2025

So waren die Fabriken bis fast zwanzig Jahre nach Kriegsende autark geblieben, hatten fast alles selbst produziert – selbst ihre Produktionsanlagen wurden von ihnen errichtet und gewartet. Dazu gehörte auch ein hausinternes Planungsbüro namens Vogelbusch, das unter eigenem Rechtskörper firmierte und auch für externe Unternehmen tätig war. Es gab Tischlerei, Schlosserei, Fassbinderei, eine Auto- und Lastwagenwerkstatt, Kühlschrankproduktion, Malerbetrieb, Elektroinstallationsabteilung, etc. Wir hatten sogar eine eigene Gärtnerei, die die Werksküche mit Obst und Gemüse versorgt hat. Die Arbeitsabläufe waren sehr harmonisch und friedlich, z. B. hatten die Schlosser damals sogar noch Zeit sich mit uns Kindern zu beschäftigen und schmiedeten nach langem Bitten und Betteln Steinschleudern aus Eisen. Sogar ein amateurhaft gebautes Flugzeug (ohne Motor), mit Stoff bespannt, konnte werksintern zu Hobbyzwecken gefertigt werden. Jeweils um sieben Uhr morgens, mittags um zwölf und irgendwann am Nachmittag heulte lauthals die Fabriksirene. So wusste jeder am Gelände die Uhrzeit für Schichtwechsel oder Arbeitsbeginn, das Mittagessen und den Feierabend. Überhaupt, woher kommt der Gruß „Mahlzeit“. Er stammt aus der Zeit, als die Arbeiter noch keine Uhren bzw. keine mehr (da sie ihnen von den Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg abgenommen worden waren) hatten. Also behalf man sich, falls jemand die Sirene nicht gehört haben sollte, vorsorglich mit dem Zuruf „Mahlzeit“ („auf geht’s zum Essen“). Daraus wiederum entstand der Gruß, der bis heute überdauert hat, seinerzeit aber in den sogenannten herrschaftlichen Kreisen eher verpönt war. Überhaupt wurde uns das aktive Grüßen schon früh beigebracht. Wir sollten in jedem Fall zuerst grüßen, egal um wen es sich handelte! Das hatte natürlich seine positive Wirkung auf die Arbeiter und, wo immer wir auftauchten, behandelten sie uns gleich viel freundlicher. Auch hatte es den Nebeneffekt, dass sie uns in die Gebäude ließen, weil sie stolz darauf waren, uns ihre Arbeiten erklären zu können. Die Hefeproduktion war eigentlich nicht sehr aufregend, auch die Abpackung hat uns wenig interessiert, dafür hatte das Dampfhaus, leider für uns Kinder tabu, eine unheimliche Faszination. In dieser Energiezentrale wurde zuerst aus Kohle, später aus Schweröl und ab den 1970er Jahren auch aus Gas Dampf erzeugt, der sowohl für die Hefeproduktion, als auch für die Heizung, als auch für den damals selbst produzierten Strom genutzt wurde. Zwei riesenhafte, vielleicht acht Meter hohe Schwungräder betrieben, begleitet von unbeschreiblichem Lärm, mittels eines Lederförderbandes die Generatoren, aus denen es immer leicht funkte. Selbst der Boden zitterte und vibrierte dabei. Wir befinden uns mit meinen Erzählungen um das Jahr 1962.

Selbst bei uns Kinder traten damals schon ganz bestimmte Prestigezwänge hervor: „Schau, ich zeig´ dir meinen Spielplatz, der ist viel besser als deiner.“ Wen meine ich, wenn ich von uns spreche? Nun, hinter der Mauer wohnten mein Cousin Quintus und Cousine Carmen, die Kinder von Onkel Georg, und in Dienstwohnungen die Kinder von sogenannten Schlüsselarbeitern oder Technikern, wie z. B. der Sohn des Elektrikers. Anfangs konnte ich meine Cousins und die anderen noch auf meine Seite locken, doch das Gebiet war viel zu klein und die andere Seite, damals die Hefefabrik, war viel größer und somit auch der weitaus interessantere Spielplatz. Heute wäre es unvorstellbar, dass sechsjährige Kinder frei in einer Fabrik herumlaufen dürfen. Doch unser Instinkt hatte uns in dieser Zeit sehr wohl davor gewarnt, wo es zu gefährlich wäre oder an welchen Orten wir besonders aufpassen mussten. Meistens haben uns die Arbeiter sowieso verscheucht, wenn sie meinten, dass wir ihnen im Weg stünden. Zu Beginn hielten wir uns nur im Freien auf, trauten uns nicht alleine in die Gebäude hinein. Auch lernten wir Kutsche fahren. Das Pferd hieß „Susi“, ein sehr großes, schweres, nur im Schritt gehendes Tier und hatte mit ihrem Kutscher, dem Schurli Blemenschütz (nebenbei Ringerlegende am Wiener Heumarkt) nur ausnahmslos einfache innerbetrieblichen Fuhren zu tätigen. In der Fabrik selbst war noch ein Pferdestall, in dem sogar ein paar Schweine gehalten wurden. Der ehemalige Kohlelagerplatz, der nachdem von Kohle auf Schweröl umgestellt worden war, zum Schrottplatz verkommen musste, diente uns als „Kampfgebiet“. Dort gab es zwischen den alten Tanks, Maschinen und Schrottteilen genügend Deckung, um mit alten Feuerwehrhelmen aus der Monarchie geschützt (die heute ein Sammlervermögen wert wären), Räuber und Gendarm zu spielen. Dieser Platz grenzte auch an ein anderes Haus, das nicht mehr zur Fabrik gehörte. Als man uns von dort aus zurief wir sollten nicht solchen Krach machen, zerschossen wir daraufhin mit herumliegenden Metallstäben (ca. 40 – 45 Millimeter lang) alle Fenster. Nun, das war ein großer Fehler, denn obwohl wir natürlich vehement abstritten, an jenem Tag der fraglichen Spieltruppe angehört zu haben, untersagte man uns das weitere Betreten des Platzes. Dass daraufhin die Polizei zu Onkel Georg J. E. gerufen wurde, war für uns ebenfalls wenig amüsant. Auch bekam ich eine große Rüge von meinem Großvater, der zu diesem Zeitpunkt die Fabrik noch leitete. Da er alles gut durch den Krieg gebracht hatte, hatte ihm sein Cousin Georg III. „Buwa“ danach nicht nur die alleinige Führung der Brauerei Schwechat , sondern auch im Wesentlichen die der Simmeringer Betrieben überlassen. Erst viel später sind ihm mein Vater in Schwechat und Georg J. E. Ende der 1960er Jahre in Simmering nachgefolgt. Buwa selbst hatte sich mit beiden Aufsichtsratsposten begnügt gehabt.

Dass wir in der Fabrik nichts mehr verloren hatten, machte sie für uns natürlich noch umso interessanter. Besonders wichtig war es ab diesem Zeitpunkt daher, sich innerhalb des Geländes unentdeckt von einem Ort zum anderen bewegen zu können. Auf der Suche nach solchen Wegen stießen wir auf die Keller (von Dittmann und Meichl errichtet, vl. auch schon von deren Voreigentümer, dem Himmelpfortkloster). Der Ort für die Keller war seinerzeit nicht ohne Grund gewählt worden, denn geologisch gesehen ist der dortige Boden lehmig und mit einer Sandschicht bedeckt. Dies hatte sich daraus ergeben, dass die Gegend früher ein Seitenarm der Donau gewesen war und die Keller an deren Uferböschung errichtet wurden. Man wählte nur Orte mit lehmigem Boden, um gleich den Aushub für die Erzeugung von Ziegel zur Verfügung zu haben, die ihrerseits wiederum für den Bau des Kellers verwendet werden konnten. Später wurde für Ziegel dann der qualitativ hochwertigere Lehm der Familie Drasche, vom Laaer und Wiener Berg kommend, verwendet. Die Keller selbst waren sogenannte Wein- oder Eiskeller. Die Weinkeller gingen im Vergleich zu den Eiskellern weniger tief in die Erde. Bedeckt mussten sie mit einer dicken, Gras bewachsenen Erdschicht sein, keinesfalls bewaldet. Man begoss die Oberfläche mit Wasser, welches durch die darauf scheinende Sonne verdampfte. Durch die wiederum daraus resultierende Verdunstungskälte wurden dann die darunter liegenden Keller gekühlt. Eine ziemlich geniale Lösung der damaligen Zeit, um Bier bzw. andere Waren kühl zu lagern. Oberhalb der Keller waren dann in früheren Zeiten so genannte Eistische aus Holz angebracht gewesen, die im Winter mit Wasser aufgespritzt wurden, um das beim Gefrieren entstandene Eis über die Belüftungsschächte in den Keller einzuschießen. Mit dem Aufkommen der Linde Eismaschinen, und dem sich scheinbar kontinuierlich erwärmenden Klima, wurde offenkundig auf diesem Weg zu wenig Eis produziert und die alten Eiskeller hatten mit der Zeit ihre Funktion verloren. Entweder standen sie leer, oder es wurde Himbeersirup und Alkohol in ihnen gelagert. Rasch fanden wir heraus – diese Entdeckungseisen waren besonders spannend – wo und wie und durch welche Eingänge diese Keller miteinander verbunden waren. Die Alkoholkeller waren für uns tabu, weil wir wohl wussten, dass dort Lebensgefahr bestand. Nichts desto trotz haben wir natürlich in ihnen gespielt, obwohl schon irgendein kleiner Funke genügt hätte und das für den Österreichischen Staat gehaltene Lager wäre in die Luft geflogen. Alkohol hat Mautner Markhof nicht für sich, sondern als Lohnerzeuger für den Staat produziert, der damals noch das Monopol auf hochprozentigen Alkohol hatte. Dazu muss erklärt werden, dass es sich um zwei verschiedene Arten von Alkohol handelte: Der eine war der sogenannte Spiritus (Ethanol, Weingeist – darf nicht hochprozentig getrunken werden) und beim anderen handelt es sich um Methanol (schon in kleinen Mengen hochgiftig). Irgendwie war es meinem Großvater nach dem Krieg gelungen, den zwangsweise auch für die Nazis produzierten Alkohol vor den Siegermächten nicht nur zu verheimlichen, sondern ihn auch vor ihnen versteckt zu halten. Denn scheinbar waren diese Lager, es muss sich dabei nach heutigen Maßstäben um gigantische Werte gehandelt haben, noch immer gut gefüllt, als sie an den jungen österreichischen Staat übergeben werden konnten. Diese Loyalität hat das junge Österreich belohnt, indem es den sehr raschen Wiederaufbau der Familienunternehmen nach dem Krieg unterstützte. Da wir auch sonst im Auftrag und auch Rechnung fremdproduziert haben, hatte die Zollbehörde bis zum EU Beitritt ein eigenes Büro am Gelände, um Produktion, Lagerung und Vertrieb zu überwachen. Selbst das „Schnapsbrennen“ war Staatsmonopol, d. h. man konnte nur mit Genehmigung Liköre und jegliche Form von Schnaps, Whiskey, Campari erzeugen oder importieren. Meist waren dann die Importzölle für Alkohol so hoch, dass es für die Hersteller günstiger war vor Ort produzieren zu lassen. Dieses für uns lukrative Geschäft fand dann mit dem EU Beitritt 1995 sein Ende. Ein Kellerraum war ca. acht Meter hoch, zehn Meter breit und zwanzig Meter lang und im Rundbogen errichtet. Leider wurden die Alkoholkeller aufgrund neuer Sicherheitsvorschriften dann doch zugemauert und separat belüftet, sodass wir die Verbindungsgänge zwar noch benutzen, jedoch die Räume selbst nicht mehr betreten konnten. In den Gängen konnte man noch Relikte des Zweiten Weltkriegs, wie deutsche Luftschutzhelme, Sanitätertragen und Gasmasken finden. Obwohl mit Taschenlampen ausgerüstet, waren die Keller durch ihre Dunkelheit für uns natürlich unheimlich. Doch vor den Erwachsenen waren wir sicher, sie konnten uns nicht überraschen, da sie das große Ganglicht angedreht haben würden und wir sie so in jedem Fall bemerkt hätten. Zielgerichtet organsierten wir uns also so manche Schlüssel und unsere Bewegungsfreiheit war wiederhergestellt. Es passierte natürlich öfters, dass man uns suchte, z. B. um zu Essen oder Hausaufgaben zu machen. Ganz so, als wäre nichts geschehen, tanzten wir dann zu Hause an. Gekonnt hatten wir für unsere Rückkehr nämlich die uns bekannten Kellerausstiege, die unseren Häusern am nächsten waren, genutzt. Scheinheilig fragten wir die jeweils Suchenden, warum man denn immer in der Fabrik nach uns Ausschau hielte… .

Auf die Straße zu gehen war uns streng untersagt. Sichtlich hatten auch die Portiere den Auftrag, uns von der Außenwelt fern zu halten – obwohl ich ja immer noch glaube, dass wir dort sicherer gewesen wären. Komischerweise hatten wir gar kein Bedürfnis danach, obwohl für uns sonst jegliches Verbot nur dazu diente, um sich ihm zu widersetzen. Die Portiere hatten es auch ganz gut verstanden uns zu verkaufen, dass es viel spannender sei, das Treiben von ihrer Loge aus zu beobachten. Sie taten auch so, als delegierten sie uns ihre Autorität, was wir gerne glaubten.

Auch der Bierdepotleiter, Herr Gegenbauer, war sehr nett zu uns. Wir durften ihm immer über die Schulter schauen, wenn er Rechnungen schrieb und Geld zählte. Diese Gelder waren hauptsächlich Münzen, die in Papierrollen eingepackt wurden, um sie in dieser Form später auf die Bank bringen zu können. Von einem solchen Bierdepot aus wurden die einzelnen Wirte beliefert, bei denen die Fahrer und Beifahrer meist sofort das Inkasso machten. Im Falle, dass der Inhalt einer Bierkiste, die damals noch aus Holz war, zu Bruch ging, mussten immer die Flaschenköpfe als Beweis zurückgebracht werden. Da war so manche Diskussion mit den Bierführern vorprogrammiert. Beim Fass hingegen war es einfacher, da konnte fast kein Schwund unbemerkt entstehen. An den Wochenenden, wenn kein Betrieb war, haben wir dann oft aus leeren Kisten ganze Burgen gebaut, zum Leidwesen des Herrn Gegenbauer, der jedoch immer sehr nett und ohne zu murren, gemeinsam mit seinen Leuten unsere Bauwerke wieder aufräumte.

Mit der Zeit wurden die Fabrikabteilungen immer kleiner und schließlich ganz aufgelassen. Zuerst war es mehr ein schleichender Prozess, der ganz langsam begonnen hatte und dann, ab ca. 1975, so richtig durchgezogen wurde. Wirtschaftsberater kamen und rationalisierten und spezialisierten die Betriebe. Die, die nicht auf diesen Zug aufsprangen, blieben auf der Strecke. Ich glaube, dass meinem Großvater Manfred und meinem Großonkel Georg zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich klar war, was da auf sie zukam. Wir Kinder hingegen hatten die Wende gleich zu Beginn realisiert, da Arbeiterkinder, unsere Spielkameraden, plötzlich abhandengekommen sind. Natürlich hatten auch wir noch nicht begriffen, was sich tatsächlich anbahnte.